Warum du dir glückliche Momente nicht verdienen musst

Am Wochenende war ich auf dem Glücksgefühle-Festival in Hockenheim. Für mich war das ein bewusster Teil meines Lebens. Ich habe mir dieses laute, große Wochenende geschenkt, weil ich weiß, wie viel solche Momente in mir bewegen.
Vielleicht denkst du jetzt: schön für dich, aber dafür habe ich weder Zeit noch Nerven. Genau da will ich ansetzen. Glückliche Momente gehören zu dem, was einen Menschen stark und gesund hält. Du musst sie dir nicht verdienen.
In der Psychologie gibt es dazu eine bekannte Theorie von Barbara Fredrickson, die Broaden-and-Build-Theorie. Vereinfacht sagt sie Folgendes. Negative Gefühle machen uns eng. Bei Angst oder Stress zieht sich der Blick zusammen, weil der Körper auf Gefahr reagiert. Positive Gefühle machen das Gegenteil. Freude oder Ruhe weiten den Blick. Du denkst offener und gehst leichter auf andere zu.
Und über die Zeit passiert noch etwas. Diese offenen Momente bauen etwas auf, das bleibt. Fredrickson nennt es Ressourcen. Damit ist zum Beispiel Widerstandskraft gemeint oder die Erfahrung, dass es dir gut gehen darf. Ein einzelner schöner Moment verpufft. Viele davon formen mit der Zeit einen Menschen, der mehr aushält.
Und jetzt kommt der Teil, der mir wichtig ist. Das muss kein Festival sein. Für mich war es dieses Wochenende, für dich ist es vielleicht etwas ganz Leises. Ein Spaziergang, bei dem du das Handy zu Hause lässt. Eine Tasse Tee, die du trinkst, ohne nebenbei Mails zu lesen. Ein Käfer, dem du eine Minute lang beim Krabbeln über ein Blatt zusiehst. Oder der Moment, in dem die Sonne untergeht und du kurz stehen bleibst.
Ob du dir das erlaubst, hängt weniger an deinem Kalender als an deinem Selbstbild. Wer tief drin glaubt, erst alles schaffen zu müssen und dann vielleicht selbst dran zu sein, schiebt den schönen Moment immer weiter nach hinten. Bis der Tag vorbei ist und der nächste genauso beginnt.
Ich habe lange gebraucht, um mir solche Momente ohne schlechtes Gewissen zu erlauben. Heute plane ich sie sogar bewusst ein, mal groß wie dieses Festival, meistens klein und unspektakulär. Und ich merke bei mir selbst, wie recht Fredrickson hat. An den Tagen mit ein paar bewussten guten Momenten bin ich gelassener und komme mit Stress besser klar.
Genau darum geht es in meiner Arbeit. Nicht darum, noch mehr zu leisten. Sondern darum, dass du dir selbst wieder gut sein darfst, im Großen wie im Kleinen.
Wenn dich das anspricht, dann komm zu meinem kostenlosen Erstgespräch. Wir schauen uns an, was dich davon abhält und wie du wieder anfängst, dir das Gute zu erlauben. In deinem Tempo, an der Wurzel.




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