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„Dafür bin ich zu alt" ist kein Fakt. Es ist ein Türsteher.

Autorenbild: Ursula Kübe
Ursula Kübe
vor 1 Tag
2 Min. Lesezeit

Am Anfang der Woche habe ich dich zu einer Übung eingeladen. Stell dir vor, du bist 80 und schaust auf dein Leben zurück. Worauf willst du stolz sein, was möchtest du nicht bereuen?

Bei vielen Frauen meldet sich bei dieser Übung sofort ein Gedanke. Das ist ja schön, aber in meinem Alter fange ich so etwas nicht mehr an. Dafür ist es zu spät.


Diesen Satz möchte ich mir heute mit dir genauer ansehen. Denn er entscheidet oft darüber, ob aus einem Wunsch ein Ziel wird oder ob er wieder in der Schublade verschwindet.

Der Satz tarnt sich als Vernunft. Er klingt erwachsen und realistisch, fast bescheiden und genau deshalb hinterfragt ihn kaum jemand. Dabei tut er etwas Folgenschweres. Er sortiert deine Wünsche aus, bevor du sie überhaupt ernst nimmst.

Wenn du genauer hinschaust, zerfällt er meistens. Zu alt wofür? Wer hat die Altersgrenze festgelegt, ab der dein Leben nur noch verwaltet wird? Stimmt das für dich wirklich, oder ist es ein Satz, den du irgendwann übernommen hast?


In der Psychologie gehört so ein Satz zu den Glaubenssätzen. Das sind Überzeugungen über dich und die Welt, die sich anfühlen wie Tatsachen, obwohl sie keine sind. Sie sind früh entstanden und laufen seitdem im Hintergrund mit. Das Tückische ist, dass sie sich selbst bestätigen. Wer glaubt, es sei zu spät, probiert nichts mehr und nimmt das Nichtstun als Beweis, dass es stimmt.


Ich kenne diesen Satz von innen. Ich war 51, als ich gegen alle Zweifel meine Masterarbeit geschrieben habe. Bei jedem Schritt saß das „zu alt" mit im Raum. Ich bin trotzdem gegangen, und daraus ist mein heutiges Business geworden.


Was ich dabei gelernt habe, gilt weit über mich hinaus. Ein Glaubenssatz lässt sich verändern, sobald du ihn als Satz erkennst und nicht mehr als Wahrheit. Das ist keine Willenssache und kein Positiv-Denken. Es ist Arbeit an der Wurzel.

In meiner Begleitstudie zum Master stieg die Selbstwirksamkeit der Teilnehmerinnen in zwölf Wochen um 13 Prozent. Viele von ihnen waren in der Lebensmitte und hatten genau diesen „zu spät"-Satz mitgebracht.


Für diese Woche reicht ein erster kleiner Schritt. Fang den Satz ein, wenn er auftaucht. Schreib ihn auf und stell ihm eine einzige Frage. Stimmt das wirklich?

Wenn du spürst, dass dich so ein Satz ausbremst, dann komm zu meinem kostenlosen Erstgespräch. Wir schauen uns an, welche alten Überzeugungen dir im Weg stehen und wie du sie veränderst. In deinem Tempo, an der Wurzel.



 
 
 

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