Hast du den Mut, einen Erfolg ohne „aber" stehen zu lassen?

„Das ist mir gut gelungen, aber …" Kennst du diesen Satz?
Das Aber kommt so schnell, dass du es kaum bemerkst. Danach folgt eine Erklärung, warum es doch nicht so besonders war.
Ich kenne das gut. Lange habe ich meine Erfolge nicht gefeiert. Ich bin lieber unter dem Radar geblieben, und wenn etwas geschafft war, lag schon die nächste Aufgabe auf dem Tisch.
Woraus Selbstvertrauen entsteht
Der Psychologe Albert Bandura hat sein Forscherleben lang untersucht, woraus das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entsteht. Er nennt es Selbstwirksamkeit. Die stärkste Quelle dafür sind eigene Erfolgserlebnisse. Was du einmal geschafft hast, traust du dir beim nächsten Mal eher zu.
Allerdings gibt es einen Haken.
Es kommt auf deine innere Erklärung an
Ob ein Erfolg dich stärkt, hängt davon ab, wie du ihn dir erklärst. Wenn du sagst „Da hatte ich Glück" oder „Das war ja nicht schwer", schreibst du den Erfolg dem Zufall zu statt dir. Dann bleibt er nicht bei dir. Wenn du sagst „Das ist mir gelungen, weil ich drangeblieben bin", wird er zu einem Beweis für dich selbst.
In meinem Programm heißt dieses Thema „Die Macht der inneren Erklärung". Es gehört für mich zu den Themen, die am meisten verändern, obwohl sie so unscheinbar wirken.
Deine Übung für die nächsten sieben Tage
Schreib jeden Abend eine Sache auf, die dir heute gelungen ist. Dahinter setzt du einen Satz, der mit „weil ich …" beginnt. Zum Beispiel: Ich habe das schwierige Telefonat geführt, weil ich es nicht länger aufschieben wollte.
Nach einer Woche hast du sieben Erfolge, die du dir selbst zugeschrieben hast. Lies sie am Sonntag am Stück.
Ein Satz ohne Nachsatz
Mit 51 habe ich meine Masterarbeit geschrieben. Heute sage ich dazu einen Satz und lasse ihn stehen: Das habe ich geschafft.
Welchen Erfolg wirst du heute Abend aufschreiben?
In deinem Tempo, an der Wurzel.




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