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Ein Umzug räumt mehr auf als nur den Keller

Autorenbild: Ursula Kübe
Ursula Kübe
15. Sept.
2 Min. Lesezeit

Vor Kurzem bin ich umgezogen. Wer das schon mal gemacht hat, kennt diesen seltsamen Zustand zwischen zwei Leben. Das alte Zuhause ist schon halb leer und das neue noch nicht richtig deins. Überall Kartons, nichts steht am Platz.


Ein Umzug zwingt dich zu etwas, das man im Alltag gern vermeidet. Du musst dich bei jedem einzelnen Ding entscheiden. Kommt es mit oder nicht. Brauche ich das noch oder schleppe ich es nur aus Gewohnheit mit.


Bei Gegenständen fällt diese Frage überraschend leicht. Kleidung, die ich seit Jahren nicht getragen habe, kam weg. Bücher, die ich nie wieder aufschlagen werde, durften gehen. Es war fast befreiend, wie viel Platz plötzlich entstand.


Und dann standen da die Dinge, die in keinen Karton passen. Die inneren Überzeugungen, die seit Jahren in mir wohnen. Genau bei denen habe ich gemerkt, dass ich sie nie so geprüft habe wie meine Bücher.


Zum Beispiel der Satz, dass ich immer stark sein muss. Oder die Überzeugung, mir mein Leben erst verdienen zu müssen. Solche Sätze zieht man beim Umzug einfach mit um. Sie stehen im neuen Zuhause sofort wieder an ihrem alten Platz, ohne dass jemand sie hinterfragt hat.


Dabei ist ein Umzug die beste Gelegenheit, auch innerlich auszumisten. Ein neues Zuhause lädt dich ein, dein Leben wirklich zu bewohnen. Es gibt einen Satz, der mir dabei zur Richtschnur geworden ist. Ich muss mein Leben nicht verdienen. Ich darf es bewohnen.

Bewohnen heißt, dass du da sein darfst, ohne dich ständig zu rechtfertigen. Du richtest dir einen Raum ein, der zu dir passt und nicht nur zu dem, was andere von dir erwarten.


Dass dieses innere Ausmisten wirkt, habe ich nicht nur bei mir gesehen. In meiner Masterarbeit habe ich es an zwölf Frauen überprüft. Über zwölf Wochen nahmen ihre Selbstwirksamkeit und ihr Wohlbefinden messbar zu. Sie haben gelernt, alte Sätze abzustellen, die längst nicht mehr zu ihrem Leben passten.


Du musst für dieses Aufräumen nicht umziehen. Du kannst jederzeit anfangen, deine inneren Überzeugungen einmal in die Hand zu nehmen und zu fragen, ob sie noch mitkommen dürfen. Wenn du dabei Begleitung möchtest, dann komm zu meinem kostenlosen Erstgespräch. Wir schauen uns an, welche alten Sätze bei dir noch Platz wegnehmen und wie du Raum für das Neue machst. In deinem Tempo, an der Wurzel.



 
 
 

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