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Wenn Begeisterung zur Fassade wird – die initiative Persönlichkeit und das Selbstbild

  • Autorenbild: Ursula Kübe
    Ursula Kübe
  • 6. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

Menschen mit einer initiativen Persönlichkeit werden oft als offen, kreativ und begeisterungsfähig beschrieben.

  • Sie bringen Ideen ein.

  • Knüpfen schnell Kontakte.

  • Stecken andere mit ihrer Energie an.


Diese Eigenschaften sind wertvoll.

Doch auch hier beginnt für mich die spannendere Frage: Aus welcher inneren Haltung entsteht dieses Verhalten?


Verhalten ist sichtbar. Das Selbstbild nicht.


Zwei Menschen können gleichermaßen kommunikativ und begeisterungsfähig sein.

  • Beide wirken positiv.

  • Beide inspirieren andere.

  • Beide gehen offen auf Menschen zu.


Von außen wirken sie fast gleich.

Doch innerlich können sie etwas völlig Unterschiedliches erleben.


Die eine Person freut sich ehrlich über Begegnungen.

  • Sie muss niemandem gefallen.

  • Sie darf auch einmal still sein.

  • Ihre Offenheit entsteht aus innerer Sicherheit.


Die andere Person erlebt etwas ganz anderes.

  • Sie fürchtet, nicht dazuzugehören.

  • Sie vermeidet Konflikte.

  • Sie überspielt eigene Sorgen mit guter Stimmung.


Nicht, weil ihre Persönlichkeit falsch wäre, sondern weil ihr Selbstbild ihr vermittelt: „Ich werde nur angenommen, wenn ich positiv bin.“


Wenn Anerkennung wichtiger wird als Echtheit


Menschen mit einer initiativen Persönlichkeit besitzen häufig die besondere Fähigkeit, andere zu begeistern.

Doch wenn das Selbstbild unsicher ist, kann daraus eine Falle werden.

Dann wird Zustimmung wichtiger als Authentizität.

  • Man sagt Ja, obwohl man Nein meint.

  • Man lächelt, obwohl man erschöpft ist.

  • Man funktioniert – und verliert dabei den Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen.


Ein gesundes Selbstbild verändert die Wirkung


Ein stabiles Selbstbild bedeutet nicht, dass die Persönlichkeit sich verändert:

  • Die Begeisterung bleibt.

  • Die Kreativität bleibt.

  • Die Offenheit bleibt.


Doch sie entsteht nicht mehr aus dem Bedürfnis nach Anerkennung, sondern aus echter Freude und innerer Sicherheit - genau das ist für mich der Unterschied.


Selbstführung beginnt bei der Ehrlichkeit mit sich selbst


Persönlichkeit erklärt, wie wir bevorzugt handeln.

Das Selbstbild entscheidet, warum wir handeln.


Deshalb beginnt Veränderung nicht damit, weniger kommunikativ oder weniger begeisterungsfähig zu werden.


Sie beginnt mit einer anderen Frage: Darf ich auch dann wertvoll sein, wenn ich nicht immer diejenige bin, die gute Stimmung verbreitet?


Denn genau dort beginnt echte Selbstführung und genau dort beginnt für mich Persönlichkeitsentwicklung.


 
 
 

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