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Warum wir unter Druck nicht die Person sind, die wir sein wollen

  • Autorenbild: Ursula Kübe
    Ursula Kübe
  • 11. Juni
  • 2 Min. Lesezeit

Die meisten Menschen haben eine Vorstellung davon, wie sie sein möchten:


  • Ruhig

  • Klar

  • Besonnen

  • Souverän


und oft gelingt ihnen das auch. Zumindest solange die Dinge einigermaßen laufen.


Doch dann entsteht Druck:


  • Eine schwierige Entscheidung

  • Ein Konflikt

  • Zeitmangel

  • Unsicherheit

  • Verantwortung


und plötzlich reagieren wir anders.


Nicht so, wie wir es uns vorgenommen haben, sondern so, wie unser System gelernt hat zu reagieren.


Stress verändert unser Verhalten


Unter Druck greift unser Gehirn auf Strategien zurück, die ursprünglich dem Überleben dienten. Diese Reaktionen sind nicht neu. Sie begleiten Menschen seit Jahrtausenden.


Psychologisch werden drei grundlegende Reaktionen beschrieben:


Kampf

Wir werden aktiver.

Kontrollieren mehr.

Werden schneller.

Versuchen die Situation in den Griff zu bekommen.


Flucht

Wir vermeiden.

Schieben auf.

Lenken uns ab.

Versuchen dem unangenehmen Gefühl auszuweichen.


Erstarren

Wir kommen nicht ins Handeln.

Grübeln.

Fühlen uns blockiert.

Und wissen oft selbst nicht, warum wir nicht vorankommen.


Warum das wichtig ist


Viele Menschen halten diese Reaktionen für persönliche Schwächen.

Dabei sind sie zunächst einmal normale Stressreaktionen.

Die entscheidende Frage ist nicht, ob wir sie haben.


Die entscheidende Frage ist: Erkennen wir sie?


Denn solange sie unbewusst ablaufen, steuern sie unser Verhalten:

  • Unsere Entscheidungen

  • Unsere Beziehungen

  • Unsere Führung


Was das mit Selbstführung zu tun hat


Selbstführung bedeutet nicht, keine Stressreaktionen zu haben.

Selbstführung bedeutet, sie wahrzunehmen - zu verstehen, was gerade in uns passiert und bewusst zu entscheiden, wie wir damit umgehen wollen.

Deshalb zeigt sich Selbstführung nicht in den guten Tagen, sondern in den Momenten, in denen Druck entsteht. Genau dort wird sichtbar, welche Muster uns führen und genau dort beginnt die Möglichkeit, neue Wege zu wählen.


In den nächsten Beiträgen schauen wir uns die drei Reaktionen genauer an:


  1. Kampf

  2. Flucht

  3. Erstarren


Denn wer versteht, was unter Druck in ihm passiert, kann sich auch bewusst führen.

Warum wir unter Druck nicht die Person sind, die wir sein wollen.

 
 
 

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