Warum wir kippen – und wie Selbstführung unter Druck wirklich entsteht
- Ursula Kübe

- 10. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Viele Menschen glauben, sie müssten einfach stärker sein.
Mehr aushalten
Mehr leisten
Mehr funktionieren
Ich habe lange genauso gedacht und genau das ist das Problem.
Denn es gibt einen Punkt, an dem es nicht mehr um Stärke geht, sondern um etwas anderes.
Der Moment, in dem es kippt
Dieser Moment ist oft unscheinbar.
Ein Satz
Ein Blick
Ein Gedanke
Und plötzlich ist alles da:
Druck
Überforderung
Enge im Kopf
👉 Und wir reagieren.
Schnell
Automatisch
Unbewusst
Warum wir nicht „falsch“ sind
Viele denken dann:
„Ich bin zu schwach.“
„Ich kriege das nicht hin.“
Aber das stimmt nicht.
Dein System funktioniert genau so, wie es gelernt hat zu funktionieren.
Unter Druck greifst du auf das zurück, was in dir verankert ist.
Die Rolle des Selbstbildes
Was dabei oft übersehen wird: Hinter jeder Reaktion steht ein Selbstbild.
Das Bild, das du von dir hast.
Ob du dich als:
– stark oder überfordert
– handlungsfähig oder ausgeliefert
– klar oder unsicher erlebst
Dieses Selbstbild entscheidet, wie du Situationen bewertest –
und wie du reagierst.
Selbstführung beginnt deshalb nicht nur im Verhalten.
Sie beginnt im Selbstbild.
Das eigentliche Problem
Das Problem ist nicht dein Verhalten.
👉 Das Problem ist, dass kein Raum dazwischen ist.
Kein Abstand
Keine Beobachtung
Keine Wahl
Der entscheidende Moment
Und genau hier liegt der Wendepunkt: Der Moment zwischen Reiz und Reaktion.
Ein winziger Moment und gleichzeitig der wichtigste.
In diesem Moment kannst du:
automatisch reagieren
oder
bewusst wählen
Selbstführung entsteht genau hier
Selbstführung bedeutet nicht:
immer ruhig bleiben
immer alles im Griff haben
Selbstführung bedeutet: Diesen Moment zu nutzen
Kurz innehalten
Beobachten
Nicht sofort reinspringen
Und dann: bewusst handeln
Kippen oder führen
Die Wahrheit ist:
Kippen geht immer.
Das ist leicht.
Das ist vertraut.
Aber:
Dranbleiben geht auch.
Nicht perfekt.
Nicht immer.
Aber immer wieder.
Was sich dadurch verändert
Wenn du diesen Moment nutzt, verändert sich etwas Entscheidendes:
Du bist nicht mehr ausgeliefert.
Du wirst zur Person, die entscheidet.
Nicht die reagiert.
Mein Blick heute
Ich arbeite mit Menschen, die genau an diesem Punkt stehen:
Sie funktionieren.
Sie tragen Verantwortung.
Und merken:
So geht es nicht weiter.
Und genau dort setzen wir an.
Nicht im Rückzug.
Nicht fern vom Alltag.
Sondern mitten im Leben.
Abschluss
Vielleicht kennst du diesen Moment.
Vielleicht stehst du genau da.
Dann ist die Frage nicht: „Wie halte ich das alles aus?“
Sondern:
„Wie führe ich mich in genau diesem Moment?“




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