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Warum vielen Menschen Mitgefühl für andere leichter fällt als für sich selbst

  • Autorenbild: Ursula Kübe
    Ursula Kübe
  • 1. Juni
  • 1 Min. Lesezeit

Die meisten Menschen verstehen sehr gut, wenn andere an ihre Grenzen kommen.


Sie erkennen Erschöpfung.

Sie sehen Überforderung.

Sie haben Verständnis dafür, wenn jemand eine Pause braucht.


Interessanterweise fällt genau diesen Menschen oft etwas anderes schwer: Sich selbst mit derselben Freundlichkeit zu begegnen.


Empathie ist selten das Problem


Viele Menschen mit hoher Verantwortung sind ausgesprochen empathisch.

Sie spüren, wenn es anderen nicht gut geht.

Sie denken mit.

Sie übernehmen Verantwortung.

Sie kümmern sich und genau deshalb werden sie oft als besonders sozial, aufmerksam und engagiert wahrgenommen.


Die blinde Stelle


Während sie die Bedürfnisse anderer sehr gut wahrnehmen, passiert etwas Erstaunliches: Die eigenen Bedürfnisse geraten in den Hintergrund.


Plötzlich gelten für sie andere Regeln.

Was sie anderen selbstverständlich zugestehen würden, erlauben sie sich selbst nicht.

Eine Pause?

Später.

Mehr Ruhe?

Irgendwann.

Unterstützung?

Nicht jetzt.

Und genau dort entsteht häufig ein Ungleichgewicht.


Warum Impathie so wichtig ist


Impathie beschreibt etwas, das in vielen Diskussionen über Selbstfürsorge fehlt.

Es geht nicht darum, weniger empathisch zu sein.

Es geht darum, die eigene Person in die Gleichung mit aufzunehmen.

Nicht nur wahrzunehmen:

  • Wie geht es den anderen?

Sondern auch:

  • Wie geht es eigentlich mir?


Selbstführung beginnt mit Selbstwahrnehmung


Viele Menschen versuchen, sich über Disziplin zu führen.

Über Kontrolle.

Über Verantwortung.

Doch nachhaltige Selbstführung beginnt an einem anderen Punkt.


Sie beginnt dort, wo wir lernen, uns selbst genauso ernst zu nehmen wie andere Menschen.


Denn vielleicht ist die wichtigste Frage nicht: Wie gut verstehst du andere?

Sondern: Begegnest du dir selbst mit derselben Klarheit, Freundlichkeit und Aufmerksamkeit?


Impathie bedeutet sich selbst nicht zu vergessen mit Mitgefühl, Klarheit und Abgrenzung

 
 
 

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