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Warum Selbstführung mit einer einzigen Entscheidung beginnt

  • Autorenbild: Ursula Kübe
    Ursula Kübe
  • 22. Mai
  • 2 Min. Lesezeit

Gestern war meine Graduierungsfeier für den Master in Psychologie und obwohl der Abend voller besonderer Momente war, ist mir vor allem ein Gedanke geblieben.


Eine Professorin sprach in ihrem Keynote Vortrag über „Impathie“


Ein Begriff, der Empathie mit Klarheit und Abgrenzung verbindet. Sie definierte Impathie = Empathie + Klarheit + Abgrenzung


Sie nutzte dabei ein Bild, das viele kennen: Die Sauerstoffmaske im Flugzeug.

Versorgen Sie zuerst sich selbst — damit Sie anderen helfen können.

Je länger ich darüber nachgedacht habe, desto klarer wurde mir, wie sehr genau dieser Punkt viele Menschen mit Verantwortung betrifft.


Viele Menschen kümmern sich um alles — nur nicht um sich selbst


Sie tragen Verantwortung.

Für Unternehmen.

Für Familien.

Für Mitarbeiter.

Für Entscheidungen.


Und oft entsteht dabei ein stilles Muster:

  • Erst die anderen.

  • Erst die Aufgaben.

  • Erst funktionieren.


Die eigene Erschöpfung wird ignoriert. Grenzen werden verschoben. Innere Warnsignale übergangen.


Nicht aus Schwäche, sondern weil viele Menschen gelernt haben, dass ihr Wert über Leistung entsteht.


Warum mich dieser Moment so bewegt hat


Dieser Master war für mich nie einfach nur ein Studium.

Er war ein persönlicher Wunsch, den ich sehr lange in mir getragen habe und irgendwann kam ein Moment, der etwas verändert hat.


Ich las das Buch:„5 Dinge, die Sterbende am meisten bereuen“ und plötzlich stand eine Frage im Raum: Will ich diesen Traum wirklich aufgeben? Oder wage ich ihn jetzt?


Ich wusste damals: Wenn ich es nicht mache, werde ich es irgendwann bereuen.


Also habe ich mich entschieden.

Nicht für Sicherheit.

Nicht für Bequemlichkeit.

Sondern dafür, meinem eigenen Weg zu folgen.


Was Selbstführung wirklich bedeutet


Heute verstehe ich vieles klarer.

Selbstführung bedeutet nicht, immer stark zu sein.

Nicht, alles alleine tragen zu müssen.

Und auch nicht, sich permanent über Leistung zu definieren.


Selbstführung bedeutet:

  • sich selbst ernst zu nehmen

  • die eigenen Grenzen wahrzunehmen

  • Verantwortung zu tragen — ohne sich dabei zu verlieren


Denn viele Menschen führen Unternehmen, Teams oder Familien.


Aber sie haben nie gelernt, sich selbst genauso bewusst zu führen und vielleicht beginnt genau dort echte Veränderung: In dem Moment, in dem wir aufhören, uns selbst permanent hinten anzustellen.


Versorge dich selbst zuerst mit Sauerstoff, damit du andern wirklich helfen kannst

 
 
 

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