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Vier Persönlichkeiten. Vier Strategien. Eine gemeinsame Sehnsucht.

  • Autorenbild: Ursula Kübe
    Ursula Kübe
  • 13. Juli
  • 2 Min. Lesezeit

In den vergangenen Wochen habe ich die vier Persönlichkeiten des AECdisc-Modells aus einer anderen Perspektive betrachtet.


Nicht mit der Frage: „Wie sind diese Menschen?“

Sondern mit der Frage: „Welches Selbstbild steckt hinter ihrem Verhalten?“


Denn Verhalten allein erzählt nie die ganze Geschichte.


Vier Persönlichkeiten – vier Wege, Sicherheit zu finden


  • Menschen mit einer dominanten Persönlichkeit suchen unter Druck häufig Kontrolle.

  • Menschen mit einer initiativen Persönlichkeit suchen Verbindung und Anerkennung.

  • Menschen mit einer stetigen Persönlichkeit bemühen sich um Harmonie.

  • Menschen mit einer analytischen Persönlichkeit streben nach Sicherheit und Perfektion.


Auf den ersten Blick haben diese Strategien wenig miteinander zu tun.

Schaut man genauer hin, zeigen sich jedoch erstaunliche Gemeinsamkeiten.


Hinter dem Verhalten steckt oft dieselbe Frage


Viele Verhaltensweisen entstehen nicht zufällig:


  • Sie helfen uns, mit Unsicherheit umzugehen.

  • Sie schützen uns vor Ablehnung, Enttäuschung oder dem Gefühl, nicht zu genügen.


  • Hinter Kontrolle steckt häufig die Angst, Schwäche zu zeigen.

  • Hinter ständiger Begeisterung kann die Sorge stehen, nicht dazuzugehören.

  • Hinter Harmonie verbirgt sich oft die Angst vor Konflikten.

  • Hinter Perfektion steckt nicht selten die Befürchtung, Fehler zu machen oder den eigenen Ansprüchen nicht gerecht zu werden.


Die Strategien unterscheiden sich.

Die Sehnsucht dahinter ist oft dieselbe: Gesehen werden. Angenommen werden. Wertvoll sein.


Genau hier beginnt das Selbstbild


Persönlichkeit erklärt, wie wir bevorzugt handeln.

Das Selbstbild erklärt, warum wir handeln.


Es beeinflusst, wie wir uns selbst sehen, welche Erwartungen wir an uns stellen und wie wir mit Druck umgehen.


Deshalb reicht es nicht aus, nur die Persönlichkeit zu verstehen.

Die entscheidende Frage lautet: Welche Überzeugungen trage ich über mich selbst in mir?


Selbstführung beginnt mit Bewusstheit


Wir müssen unsere Persönlichkeit nicht verändern.

Auch unsere Stärken müssen wir nicht aufgeben.

Doch wir dürfen lernen, sie aus einer anderen inneren Haltung heraus zu leben.

Echte Selbstführung beginnt dort, wo wir erkennen:


Ich muss nicht kämpfen, gefallen, helfen oder perfekt sein, um wertvoll zu sein.


Denn Persönlichkeit ist kein Schicksal.

Sie ist ein Potenzial und unser Selbstbild entscheidet, wie wir dieses Potenzial leben.




 
 
 

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