Unser Selbstbild entsteht nicht zufällig
- Ursula Kübe

- 15. Juli
- 2 Min. Lesezeit
Viele Menschen beschäftigen sich mit ihrer Persönlichkeit.
Sie möchten verstehen, warum sie Entscheidungen treffen, wie sie kommunizieren oder weshalb sie in bestimmten Situationen immer wieder ähnlich reagieren.
Doch Persönlichkeit ist nur ein Teil der Geschichte.
Mindestens genauso wichtig ist die Frage: Wie entsteht eigentlich unser Selbstbild?
Unser Selbstbild entwickelt sich früh
Niemand kommt mit festen Überzeugungen über sich selbst auf die Welt.
Unser Bild von uns entsteht Schritt für Schritt.
Durch Menschen, die uns geprägt haben.
Durch Erfahrungen, die wir gemacht haben.
Durch die Schlussfolgerungen, die wir daraus gezogen haben.
Kinder stellen sich nicht bewusst die Frage: „Wer bin ich?“
Sie beobachten:
Wann bekomme ich Anerkennung?
Wann werde ich kritisiert?
Wann fühle ich mich sicher?
Was erwarten andere von mir?
Aus diesen Erfahrungen entstehen oft innere Überzeugungen.
Die vier Persönlichkeiten – vier unterschiedliche Strategien
Menschen entwickeln unterschiedliche Wege, mit Unsicherheit umzugehen.
Manche suchen Kontrolle.
Manche suchen Anerkennung.
Manche sorgen für Harmonie.
Manche streben nach Perfektion.
Diese Strategien sind nicht zufällig. Sie sind häufig Antworten auf frühe Erfahrungen.
Das bedeutet nicht, dass unsere Kindheit alles bestimmt, a ber sie prägt, wie wir uns selbst sehen.
Das Selbstbild steuert unseren Alltag
Unser Selbstbild beeinflusst:
wie wir mit Kritik umgehen,
wie viel Verantwortung wir übernehmen,
wie leicht uns Grenzen fallen,
wie wir Beziehungen gestalten,
und wie wir mit Fehlern umgehen.
Viele Menschen versuchen deshalb, ihr Verhalten zu verändern.
Doch nachhaltige Veränderung beginnt oft an einer anderen Stelle:
Nicht beim Verhalten, sondern bei dem Bild, das wir von uns selbst haben.
Selbstführung beginnt mit Bewusstheit
Wer sein Selbstbild versteht, erkennt Zusammenhänge.
Plötzlich wird verständlich, warum manche Situationen uns besonders stressen.
Warum uns bestimmte Rückmeldungen verletzen oder weshalb wir immer wieder dieselben Muster wiederholen.
Selbstführung beginnt dort, wo wir erkennen: Mein Verhalten ist kein Zufall.
Es erzählt eine Geschichte über das Bild, das ich von mir selbst habe und genau diese Geschichte dürfen wir verstehen – und verändern.





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