Grenzen setzen ist keine Frage der Disziplin
- Ursula Kübe

- vor 24 Stunden
- 1 Min. Lesezeit
Du kannst diszipliniert sein.
Verantwortung tragen.
Ein Unternehmen führen.
Für andere da sein.
Und trotzdem immer wieder über deine eigenen Grenzen gehen.
Dann liegt das Problem nicht an zu wenig Willenskraft.
Der Wille ist da.
Was häufig fehlt, ist etwas anderes: Ein Selbstbild, in dem du selbst selbstverständlich vorkommst.
Solange innerlich der Satz gilt: „Ich komme nach allen anderen dran,“ bleibt jede Grenze eine Ausnahme und Ausnahmen kippen beim ersten Gegenwind.
Du planst den freien Abend ein und öffnest doch noch die Mails.
Du willst um sechs Schluss machen und sitzt um neun immer noch am Schreibtisch.
Du weißt genau, was dir guttun würde.
Doch dein eigener Name steht wieder ganz unten auf der Liste.
Eine Grenze hält nicht, weil du dich härter zusammenreißt.
Sie hält, wenn sie zu deinem Selbstbild passt.
Wenn dein Wert nicht mehr davon abhängt, wie viel du für andere leistest.
Wenn du dir selbst denselben Platz zugestehst, den du allen anderen längst gibst.
Dann wird eine Grenze ruhiger.
Klarer.
Selbstverständlicher.
Eine Grenze hält erst dann, wenn du in deinem eigenen Selbstbild selbstverständlich vorkommst.
Im Karussell zeige ich dir, warum Grenzen immer wieder kippen – und weshalb echte Veränderung eine Ebene tiefer beginnt.
Wo beginnt der innere Boden, auf dem eine Grenze wirklich stehen kann?
Welche Grenze nimmst du dir immer wieder vor – und gibst sie beim ersten Gegenwind wieder auf?





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